Ein Trikot wird entwickelt, produziert, veredelt und verkauft.
Für viele Jahre war das die gesamte Geschichte. Und ehrlich gesagt: Das hat funktioniert.
Die Aufgabe eines Merchandising-Artikels war klar. Er sollte gut aussehen, die Marke repräsentieren und Umsatz generieren.
Doch genau hier beginnt sich der Markt zu verändern.
Denn die Zukunft des Merchandising liegt nicht mehr allein im Produkt. Sie liegt im System dahinter.
Im klassischen Merchandising hatte ein Produkt eine klare Rolle.
Es war:
Sobald ein Trikot verkauft war, galt die Aufgabe als erfüllt. Das Produkt war der Endpunkt der Wertschöpfung.
Und das war völlig in Ordnung. Viele Clubs arbeiten bis heute erfolgreich mit diesem Ansatz.
Gleichzeitig verändern sich die Rahmenbedingungen:
Hinzu kommen neue Vorgaben wie der Digitale Produktpass, die viele Clubs in den kommenden Jahren beschäftigen werden.
Dadurch entsteht eine spannende Frage:
Was wäre, wenn ein Produkt künftig mehr sein könnte als nur ein Produkt?
Wenn wir mit Clubs sprechen, wird schnell klar: Die Vereine haben ihre Hausaufgaben gemacht.
Kurz gesagt: Die Abläufe stehen.
Das Problem ist meist nicht, dass etwas nicht funktioniert. Im Gegenteil – die meisten Bereiche machen ihren Job gut.
Die Herausforderung liegt oft an einer anderen Stelle.
Jeder optimiert seinen Bereich. Die Verbindung zwischen den einzelnen Bereichen fehlt jedoch häufig.
Dabei durchläuft ein einziges Trikot bereits heute zahlreiche Stationen:
Das Produkt bewegt sich durch all diese Bereiche. Doch oft ist es nicht aktiv mit ihnen verbunden.
Genau daraus entstehen typische Herausforderungen:
Und genau hier wird es spannend.
Denn jedes Trikot verbindet bereits heute zahlreiche Prozesse miteinander. Physisch passiert das längst – digital häufig noch nicht.
Deshalb stellen wir uns zunehmend eine andere Frage:
Was wäre, wenn das Produkt nicht mehr der Endpunkt wäre, sondern der Ausgangspunkt?
Wenn ein Trikot nicht nur verkauft wird, sondern gleichzeitig Informationen, Prozesse und digitale Erlebnisse miteinander verbindet.
Hier beginnt der eigentliche Wandel.
Und nein – es geht nicht darum, das Produkt neu zu erfinden.
Ein Trikot bleibt ein Trikot. Ein Schal bleibt ein Schal. Ein Fanartikel bleibt ein Fanartikel.
Was sich verändert, ist die Rolle des Produkts.
Stell dir vor, jedes Produkt hätte seine eigene digitale Identität. Du wüsstest jederzeit, welches Produkt es ist, wo es sich befindet und welche Informationen damit verknüpft sind.
Plötzlich wird aus einem einzelnen Artikel mehr als nur ein Verkaufsobjekt. Er wird zum Verbindungspunkt zwischen Produktion, Lager, Logistik, Fanshop und Fan Experience. Das Produkt wird nicht ersetzt. Es bekommt eine zusätzliche Ebene.
Und genau daraus entsteht ein System.

Seit Jahrzehnten beschäftigen wir uns mit einem sehr konkreten Teil des Produkts.
Dadurch sehen wir täglich, wie Produkte durch Produktion, Lager, Distribution und Retail laufen. Mit der Integration in die r-pac Gruppe hat sich unser Blickwinkel erweitert.
Heute betrachten wir nicht mehr nur das, was auf das Produkt kommt, sondern zunehmend auch die Prozesse und Systeme, die dahinterstehen.
Denn viele der Herausforderungen, die Clubs künftig lösen müssen, entstehen nicht auf dem Trikot selbst. Sondern an den Schnittstellen zwischen Produktion, Logistik, Handel und Fan Experience.
Deshalb beschäftigen wir uns heute intensiv mit Themen wie Connected Products, RFID, NFC, Digital Product Passports und digitalen Commerce-Prozessen.
Nicht weil wir die Veredelung verlassen, sondern weil wir sehen, dass die Zukunft des Merchandising dort entsteht, wo Produkt und System zusammenkommen.
Wer sich aktuell mit Merchandising beschäftigt, stößt schnell auf Begriffe wie:
Auf den ersten Blick wirken diese Themen sehr technisch. Tatsächlich sind sie aber nur Werkzeuge. Die eigentliche Veränderung ist eine andere.
Produkte werden Teil eines vernetzten Systems.
Alle diese Technologien verfolgen letztlich dasselbe Ziel: Sie verbinden Informationen mit dem Produkt.
Und genau dadurch entsteht Mehrwert.
Die spannende Frage lautet natürlich:
Was bringt das einem Club konkret?
Die Antwort hängt vom jeweiligen Anwendungsfall ab.
Einige Beispiele:
Wer schon einmal kurz vor einem Heimspiel versucht hat, einen genauen Überblick über Bestände oder Warenbewegungen zu bekommen, weiß, wie aufwendig das sein kann. Vernetzte Produkte können helfen, Informationen schneller verfügbar zu machen und Inventuren deutlich effizienter durchzuführen.
Viele Abläufe im Merchandising basieren noch auf manuellen Schritten. Wenn Produkte Teil eines Systems werden, lassen sich Informationen schneller austauschen und Fehlerquellen reduzieren.
Produkte können digitale Inhalte freischalten, Limited Editions authentifizieren oder Fans Zugang zu zusätzlichen Informationen geben. Dadurch entsteht eine neue Verbindung zwischen physischem Produkt und digitalem Erlebnis.
Themen wie der Digitale Produktpass werden in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen. Ein vernetztes Produkt schafft bereits heute die Grundlage dafür.
Am Ende geht es nicht um Technologie. Es geht um bessere Entscheidungen, bessere Prozesse und bessere Erlebnisse.
Ein systemisch gedachtes Merchandising kann helfen:
Deshalb beschäftigen sich immer mehr Clubs und Organisationen mit der Frage, wie Produkte stärker in ihre gesamte Infrastruktur eingebunden werden können.
Die eigentliche Veränderung liegt darin, wie wir Produkte denken.
Früher war das Produkt das Ziel. Heute wird das Produkt zum Verbindungspunkt.
Und genau deshalb entwickelt sich Merchandising vom Produktgeschäft zum Systemgeschäft.

Ist Connected Product Merchandising nur ein anderes Wort für RFID? Nein. RFID kann ein wichtiger Bestandteil sein, ist aber nur eine Technologie innerhalb eines größeren Systems. Connected Merchandising beschreibt den Ansatz, Produkte mit Prozessen, Daten und digitalen Erlebnissen zu verbinden.
Bedeutet das, dass Clubs ihre gesamte Infrastruktur austauschen müssen? Nein. In den meisten Fällen geht es nicht darum, bestehende Prozesse zu ersetzen. Der Ansatz besteht vielmehr darin, vorhandene Systeme Schritt für Schritt miteinander zu verbinden und darauf aufzubauen.
Ist das nur für große Profiklubs interessant? Nicht unbedingt. Größere Organisationen profitieren häufig zuerst von Effizienzgewinnen und Skalierungseffekten. Die Grundidee – Produkte als Teil eines Systems zu betrachten – kann jedoch für Clubs unterschiedlicher Größenordnungen relevant sein.
Welche Rolle spielen RFID, NFC und QR-Codes dabei? Diese Technologien helfen dabei, physische Produkte mit digitalen Informationen zu verknüpfen. Welche Technologie sinnvoll ist, hängt immer vom jeweiligen Anwendungsfall ab.
Hat das etwas mit dem Digitalen Produktpass zu tun? Ja. Der Digitale Produktpass ist einer der Treiber dieser Entwicklung. Viele der Voraussetzungen für den DPP überschneiden sich mit den Anforderungen vernetzter Produkt- und Commerce-Systeme.
Warum beschäftigt sich dekoGraphics heute mit diesen Themen? Weil wir seit Jahrzehnten mit Produkten arbeiten, die genau diese Prozesse durchlaufen. Und weil wir als Teil der r-pac Gruppe heute Möglichkeiten sehen, die weit über die reine Veredelung hinausgehen. Unser Ziel ist nicht nur, Produkte zu veredeln, sondern zu verstehen, wie sie sich in die gesamte Wertschöpfungskette eines Clubs integrieren lassen.

Ein Trikot bleibt ein Trikot. Aber seine Rolle verändert sich.
Produkte werden künftig nicht nur verkauft. Sie werden Informationen tragen, Prozesse verbinden und digitale Erlebnisse ermöglichen.
Deshalb liegt die Zukunft des Merchandising nicht allein im Produkt. Sie liegt im System dahinter.
Und genau dort beginnt gerade die nächste Entwicklungsstufe im Fußball-Merchandising.













